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Deutsche Gesellschaft für Fremdsprachenforschung (DGFF)

Sommerschule 2017

4. DGFF-SOMMERSCHULE 2017 Fremdsprachenforschung als interdisziplinäres Projekt: „This is my truth, tell me yours” 13.-19. August 2017, Haus Bergkranz in Riezlern

ZIELGRUPPE:
Die DGFF-Sommerschule 2017 richtet sich an Nachwuchswissenschaftler*innen, die sich innerhalb der Fremdsprachenforschung am Anfang, in der Mitte oder kurz vor Abschluss ihres Forschungsvorhabens (Promotion oder Habilitation) befinden.

THEMATISCHE AUSRICHTUNG UND ZIELSETZUNG DER SOMMERSCHULE:
Das übergeordnete Ziel der DGFF Sommerschule 2017 liegt in der Förderung und Weiterentwicklung der forschungsmethodischen Expertise von Nachwuchs-wissenschaftler*innen. Dabei wird neben der Ausbildung von praktischen Fertigkeiten im quantitativ/qualitativen Methodenspektrum besonders die Weiterentwicklung der kritischen Reflexionskompetenzen in forschungsmethodischen Entscheidungsprozessen bzw. in der Rezeption von methodologischen, theoriebildenden und empirischen Forschungsberichten angestrebt.
Inhaltlich gilt in dieser Sommerschule die Aufmerksamkeit besonders der Interdisziplinarität der Fremdsprachenforschung. Diese thematische Ausrichtung bezieht sich auf die Beobachtung, dass der forschungspraktische Alltag in den Fremdsprachendidaktiken, bei aller Betonung der Eigenständigkeit, die sie sich seit ihrer Etablierung als empirisch forschende Disziplinen erarbeitet haben, doch häufig von einem Mit-, zuweilen leider auch von einem Nebeneinander, der jeweiligen Bezugswissenschaften geprägt ist. Insofern besteht das besondere Ziel dieser Sommerschule darin, die Bewusstheit der Teilnehmenden für dieses interdisziplinäre Spannungsverhältnis zu schärfen und ihnen Kompetenzen zur selbstbewussten und sachkundigen Kooperation mit Vertreter*innen der Bezugsdisziplinen zu vermitteln.
So beginnt das Sommerschulprogramm mit Fragen nach diesem Spannungsfeld, in dem der Eröffnungsvortrag sich – auch mit Bezug auf forschungsmethodische Entscheidungsprozesse – den Aspekten des Fachbezugs, der Eigenständigkeit der Fremdsprachenforschung sowie deren Interdisziplinarität und Überschneidung mit anderen Disziplinen widmet. In diesem Kontext sollen sowohl quantitative als auch qualitative Ansätze mit ihren jeweiligen Gütekriterien an Beispielen der fremdsprachendidaktischen Forschung charakterisiert und die besonderen Potenziale von Mixed-Methods-Designs erkundet werden. Da innerhalb des quantitativen Paradigmas in der Fremdsprachenforschung besonders häufig Fragebögen und Tests eingesetzt werden, stehen diese Verfahren mit ihren speziellen Anforderungen und Entscheidungsprozessen im Fokus dieser Phase der Sommerschule. Dabei soll neben der ganz forschungspraktischen Arbeit, u.a. mit entsprechender Software (SPSS oder R) und nach Möglichkeit anhand statistischer Daten einzelner Teilnehmenden der Sommerschule, zudem die Fähigkeit gefördert werden, statistische Analysen kritisch und souverän zu rezipieren.
Nach einer Einführung zur Vielfalt der qualitativen Verfahren, die in den Fremdsprachendidaktiken zum Einsatz kommen, liegt der Fokus auf den rekonstruktiven bzw. interpretativen Ansätzen der Dokumentarischen Methode und der Qualitativen Inhaltsanalyse. Anhand dieser methodischen Beispiele sollen grundsätzliche Fragen der methodischen Passung, der Rekonstruktion von Denk- und Erfahrungsstrukturen bzw. der induktiven und deduktiven Kategorienbildung erörtert und anhand konkreter Datenbeispiele von Teilnehmenden der Sommerschule erprobt werden. In diesem Zusammenhang wird zudem die Analysesoftware MAXQDA vorgestellt, in einer Auswertungswerkstatt praktisch erprobt und kritisch auf ihre Passung zu den vorgestellten Methoden qualitativer Forschung reflektiert. Zudem wird an dieser Stelle der Bogen zum quantitativen Paradigma geschlagen mit einem Plenum zur Quantifizierung qualitativer Daten mittels MAXQDA und den Möglichkeiten und Grenzen von Mixed-Methods-Ansätzen. Die Sommerschule endet mit einem Vortrag, der die ethische Dimension von forschungsmethodischen Entscheidungs- und Arbeitsprozessen in der Fremdsprachenforschung in den Blick nimmt.

TERMIN UND ORT
:
Die DGFF-Sommerschule 2017 findet vom 13. bis 19. August 2017 im Haus Bergkranz in Riezlern im Kleinwalsertal (Österreich) statt.

REFERENT*INNEN UND PROGRAMM:
Aktuelle Informationen zu den Referent*innen und dem detaillierten Programm finden Sie hier.

BEWERBUNGSMODALITÄTEN:
Den Teilnehmenden der DGFF-Sommerschule 2017 wird die Gelegenheit geboten, ihre eigenen Forschungsprojekte zur Diskussion zu stellen. Deshalb laden wir Nachwuchswissenschaftler*innen der Fremdsprachenforschung herzlich ein, sich mit folgenden Dokumenten für die Teilnahme an der DGFF-Sommerschule 2017 zu bewerben:

  1. Einem Abstract (ca. 600 Wörter) zu Ihrem aktuellen Forschungsvorhaben,
  2. dem Zeitplan Ihres Forschungsvorhabens,
  3. eine schriftliche Zusage der Betreuung durch eine*n professorale*n Vertreter*in der Fremdsprachenforschung,
  4. ein kurzes Motivationsschreiben (max. 600 Wörter) und
  5. ein aktueller Lebenslauf.

Bitte senden Sie die geforderten Dokumente (im pdf-Format) bis zum 15.02.2017 an DGFFSommerschule2017@Uni-Vechta.de. Die Tagungssprache ist Deutsch. Die Anzahl der teilnehmenden Nachwuchswissenschaftler*innen ist auf 20 Personen begrenzt. Die Auswahl und Benachrichtigung der Bewerber*innen erfolgt bis zum 01.04.2017 auf Basis folgender Kriterien: Vollständigkeit der Bewerbungsunterlagen, Zusage über die Teilnahme an allen Tagen der Sommerschule und überzeugendes Abstract zum eigenen Forschungsvorhabens mit Zeitplan sowie aussagekräftiges Motivationsschreiben.

TEILNAHMEGEBÜHR:
Die Teilnahmegebühr beträgt 180€ pro Person. Diese beinhaltet die Unterbringungskosten im Mehrbettzimmer (inkl. Gästetaxe) und die dazugehörige Verpflegung (Frühstück, Lunchpaket und Abendessen) im Haus Bergkranz. Kosten für An- und Abreise sind von Teilnehmenden selbst zu tragen.

ORGANISATIONSTEAM:
Technische Universität Dortmund: Prof. Dr. Henning Rossa
Universität Vechta: Prof. Dr. Eva Wilden

KONTAKT:
Allgemeine Fragen zur Organisation der DGFF-Sommerschule richten Sie bitte an Benjamin Möbus (DGFFSommerschule2017(at)Uni-Vechta.de)